Wissenswertes – Pflegesachleistungen und Pflegegeld

Pflegegeld

Allgemeine Informationen zu Pflegesachleistungen, Pflegekosten und Pflegegeld

Wo und wann immer es möglich und realisierbar ist, sollte die häusliche Altenpflege Vorrang gegenüber der stationären Unterbringung in einem Heim haben. Getreu dem Bild vom alten Baum, den man nicht mehr verpflanzt, ist auch die Situation der Pflegebedürftigkeit in den eigenen vier Wänden für alle Beteiligten deutlich angenehmer.

Zu Hause – in der bekannten und so vertrauten Umgebung – gepflegt werden zu können, ist der Wunsch vieler Senioren. Die dafür erforderliche Grundpflege ist die Aufgabe mobiler Pflegedienste, die auch im Bedarfsfall die Verhinderungspflege leisten.

Wer kann einen Antrag auf Pflegegeld stellen, wer bekommt Pflegekosten erstattet?

Verhinderungspflege

Es gibt Angehörige, die keine Pflegesachleistungen durch ambulante Pflegedienste in Anspruch nehmen wollen. Sie wollen die Pflege selbst organisieren und denken viel über die Pflegekosten nach. In Fällen dieser Art unterstützt der Gesetzgeber das Engagement und gewährt auf Antrag ein Pflegegeld und übernimmt die Verhinderungspflege.

Vor dem Hintergrund dieser Regelung gelten nur solche Personen als Pflegepersonen, die diese Arbeiten nicht erwerbsmäßig durchführen – aber für wenigstens 14 Stunden pro Woche Pflegeleistungen erbringen.

Das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen stellen eigentlich direkte Alternativen dar, können aber trotzdem auch miteinander kombiniert werden. Auch die Kosten für Pflegehilfsmittel zählen mit zu den Pflegekosten. Diese Pflegekosten werden von den Kassen immer dann übernommen, wenn sie nicht von einem anderen Leistungsträger übernommen und gezahlt werden.

Die Voraussetzung dafür ist dann aber, dass die Pflege dadurch eindeutig erleichtert und eine selbstständigere Lebensführung erst ermöglicht wird bzw. eine Verbesserung der Beschwerden des Pflegebedürftigen erreicht wird.

Aus den Mitteln rund um das Pflegegeld kann auch die Anpassung des Wohnumfeldes mit bezuschusst werden. Je nach Situation kann es dafür pro Maßnahme bis zu 2.557 Euro geben.

Leistungen der Pflegekasse, Pflegesachleistungen in konkreten Zahlen

Häusliche Pflege hat Vorrang vor einer stationären Unterbringung. Sachleistungen werden vom Personal einer ambulanten Pflegeeinrichtung erbracht. Dazu gehören die sog. Grundpflege (z. B. Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Darm- und Blasenentleerung, Anziehen), das mundgerechte Zubereiten der Nahrung, Hilfe beim Aufstehen, Gehen, Treppensteigen usw.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung zählen Einkaufen, Kochen und Reinigen der Wohnung.

Sollte Behandlungspflege mit medizinischen Verordnungen durch den Arzt nötig werden, übernimmt die Krankenkasse diese ohne Zuzahlung.

Die Pflegeversicherung zahlt hierfür in den einzelnen Pflegestufen ab 01.01.2015 folgende monatlichen Beiträge:

  • bis zu 231 Euro (mit Demenz*) in der Pflegestufe 0
  • bis zu 468 Euro (mit Demenz*: bis zu 689 Euro) in der Pflegestufe 1
  • bis zu 1.144 Euro (mit Demenz*: bis zu 1.298 Euro) in der Pflegestufe 2
  • bis zu 1.612 Euro** (mit Demenz*: bis zu 1.612 Euro**) in der Pflegestufe 3

Die Zahlung vom Pflegegeld findet nach den Pflegestufen gestaffelt statt.

Monatlich bekommen Sie von der Pflegeversicherung Pflegegeld in der Höhe

  • 123 Euro (mit Demenz*) in der Pflegestufe 0
  • 244 Euro (mit Demenz*: 316 Euro) in der Pflegestufe 1
  • 458 Euro (mit Demenz*: 545 Euro) in der Pflegestufe 2
  • 728 Euro (mit Demenz*: 728 Euro) in der Pflegestufe 3

*Gültig für Personen mit verminderter Alltagskompetenz – das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

**In Härtefällen bis zu 1.995 Euro.

Was bedeutet Verhinderungspflege?

Bei der Verhinderungspflege handelt es sich um eine Leistung seitens der Pflegeversicherung. Die Verhinderungspflege kommt auf, wenn pflegende Familienmitglieder und Angehörige für einige Stunden die Pflegeperson nicht pflegen können oder zeitlich nicht leisten können und eine Vertretung für die Pflege in Anspruch genommen wird.

Haben Sie weitere Fragen zur Verhinderungspflege oder möchten wissen, wie sich Pflegekosten zusammensetzen, wenden Sie sich telefonisch an uns. Wir beraten Sie gerne.


GETESTET!

Bereits 2009 hat die
Stiftung Warentest die Leistungen von actioVITA bewertet.

zum Test

Konkrete Aufgabenbereiche

actioVITA-Betreuungskräfte:
  • übernehmen das Aufräumen
  • machen die Wohnung sauber
  • waschen die Wäsche
  • kümmern sich um leichte Gartenarbeit
actioVITA Betreuungskräfte:
  • erstellen Kochplan
  • erledigen die Einkäufe
  • bereiten das Essen zu
  • unterstützen im Umfang der Notwendigkeit beim Essen
actioVITA Betreuungskräfte:
  • helfen beim An-/Ausziehen
  • waschen den Pflegebedürftigen
  • berücksichtigen Gebisspflege
  • ermöglichen Duschen und Baden
actioVITA Betreuungskräfte:
  • unterstützen Stehen und Gehen
  • lagern im Bett um
  • machen gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge
  • erledigen Botengänge
actioVITA Betreuungskräfte:
  • haben Zeit für Gespräche
  • achten auf menschliches Miteinander
  • helfen, Kontakte zu Freunden zu halten
  • sind an Ihrer Seite