Grundsätzliches zur Pflegebedürftigkeit und der Grundpflege

Altersdemenz

Wer ist pflegebedürftig?

Laut dem neuen 2. Pflegestärkungsgesetz gelten diejenigen Menschen als pflegebedürftig, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der persönlichen Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate bestehen. Maßgeblich dafür sind Beeinträchtigungen in sechs Bereichen:

  • Mobilität,
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten,
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, 
  • Selbstversorgung,
  • Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen,
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Diesen Bereichen sind bei der Begutachtung verschiedene prozentuale Anteile zugeordnet, die im Begutachtungsverfahren mit einer Punkteskala beurteilt und zusammengerechnet werden.

Pflegebedürftig werde ich später

Es hat sicher etwas Philosophisches – doch manchmal beginnt „später“ genau jetzt. Plötzlich, fast unmerklich fangen Dinge an, sich zu ändern. Die Hand will nicht mehr richtig greifen und der Fuß gehorcht nicht wie sonst. „Hab ich den Herd ausgeschaltet?“ Etwas zu vergessen ist normal. Doch irgendwann kann es auch eine beginnende Altersdemenz sein. Altersdemenz kommt zunächst unmerklich – und doch hat der Verlauf letztlich eine klare Symptomatik.

Wenn die Altersdemenz einen gewissen Stand erreicht hat, beginnt für den Betroffenen die Pflegebedürftigkeit. Natürlich sehen die Betroffenen ihre beginnende Pflegebedürftigkeit nicht ein. Doch kann eine auf die Altersdemenz geschulte Pflegekraft höchst emphatisch auf die innere Zerrissenheit eingehen und zum Beispiel die erforderliche Grundpflege optimal leisten. Diese einfühlsame Grundpflege macht die Pflegebedürftigkeit der von Altersdemenz Betroffenen spürbar erträglicher.

Der Beginn einer Pflegebedürftigkeit ist schleichend. Oft sind es Kleinigkeiten die andeuten, dass jemand, der vielleicht sogar alleine lebt, im Alltag nicht mehr alleine zurechtkommt, zum Pflegefall wird und unter anderem eine Grundpflege benötigt.

Umgang mit Altersdemenz – Anzeichen, die eventuell einer Grundpflege bedürfen

Woran erkennen Sie, dass jemand zumindest zeitweise Hilfe, insbesondere bei der Grundpflege, benötigt?
  • Sie finden die Wohnung des Pflegebedürftigen in einem unaufgeräumten Zustand vor, obwohl dies früher anders war.
  • Die Kleidung ist verschmutzt und zerknittert – dies kann bedeuten, dass der Pflegebedürftige Schwierigkeiten hat, sich an- und auszuziehen. Oftmals fällt das der Person selber gar nicht auf, weil auch sein Zeitgefühl in Mitleidenschaft gezogen wurde.
  • Der Betroffene berichtet nicht mehr aus dem Alltag und von sonst üblichen Treffen mit Bekannten, Nachbarn oder Freunden, sondern erzählt immer das Gleiche und redet immer nur über sogenannte „Allgemeinplätze“, z. B. über das Wetter. Das bedeutet: Er verlässt vermutlich nicht mehr sein Zuhause. Neue Informationen in Gesprächen können somit nicht mehr auftauchen. Auch ein plötzlicher Themenwechsel des älteren Menschen in einer Unterhaltung deutet darauf hin, dass er sich nicht mehr ausreichend konzentrieren kann.
  • Auch in vielen alltäglichen Situationen können Sie gut erkennen, dass ein älterer Mensch zum Pflegefall geworden ist und mitunter Hilfestellungen bei Grundpflege benötigt – weil er z. B. nicht mehr weiß, dass er an der Kasse des Supermarktes sein Portemonnaie griffbereit haben sollte; oder der Betroffene möchte einen Kaffee machen, geht dafür aber nicht in die Küche, sondern in das Badezimmer. Heißt: Die Person findet sich schlichtweg im Alltag nicht mehr alleine zurecht, was auch erste Anzeichen einer Altersdemenz sein können.

Pflegebedürftigkeit und Altersdemenz

Wichtig! Diese Merkmale allein reichen jedoch noch nicht aus, um gesetzlich eine Pflegebedürftigkeit mit Bedarf auf zum Beispiel Grundpflege darzustellen. Die Einstufung nimmt der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) vor.

Hilfe bei der Selbstversorgung insbesondere bei der Grundpflege bedeutet in pflegenden Berufen, elementare, alltägliche und regelmäßige Leistungen der Pflege. Zur Grundpflege zählen die Körperpflege, die Ernährung sowie die Mobilität und Tätigkeiten, die nichtmedizinischer Art sind. Ärztlich angeordnete Behandlungen wie Injektionen oder das Wechseln von Verbänden bezeichnet man nicht als Grundpflege, sondern als Behandlungspflege.

Möglichkeiten, pflegebedürftigen Menschen zu helfen:

  • Mangelnder Mobilität kann z. B. durch Fahr- und Begleitdienste begegnet werden.
  • Kann oder will jemand nicht mehr selbst kochen, kann er beispielsweise „Essen auf Rädern“ in Anspruch nehmen.
  • Fehlende soziale Kontakte können durch Senioren-Clubs belebt werden.
  • Ist die Person mit der Haushaltsführung aus körperlichen oder geistigen Gründen überfordert, bleibt nur die Inanspruchnahme einer stundenweise oder dauerhaft anwesenden Betreuungskraft – oder der Umzug in ein Seniorenheim.

GETESTET!

Bereits 2009 hat die
Stiftung Warentest die Leistungen von actioVITA bewertet.

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Konkrete Aufgabenbereiche

actioVITA-Betreuungskräfte:
  • übernehmen das Aufräumen
  • machen die Wohnung sauber
  • waschen die Wäsche
  • kümmern sich um leichte Gartenarbeit
actioVITA Betreuungskräfte:
  • erstellen Kochplan
  • erledigen die Einkäufe
  • bereiten das Essen zu
  • unterstützen im Umfang der Notwendigkeit beim Essen
actioVITA Betreuungskräfte:
  • helfen beim An-/Ausziehen
  • waschen den Pflegebedürftigen
  • berücksichtigen Gebisspflege
  • ermöglichen Duschen und Baden
actioVITA Betreuungskräfte:
  • unterstützen Stehen und Gehen
  • lagern im Bett um
  • machen gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge
  • erledigen Botengänge
actioVITA Betreuungskräfte:
  • haben Zeit für Gespräche
  • achten auf menschliches Miteinander
  • helfen, Kontakte zu Freunden zu halten
  • sind an Ihrer Seite