Wohnraumanpassung für die häusliche Krankenpflege

So individuell, wie das Leben der einzelnen Menschen verläuft, so unterschiedlich erleben Menschen auch das Älterwerden und das Alter selber. Es kommt zu vollkommen unterschiedlichen Befindlichkeiten, Möglichkeiten und Einschränkungen – das gilt auch für die häusliche Krankenpflege. 

Die häusliche Krankenpflege kann den Heimplatz umgehen

Häusliche Krankenpflege

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Blacky Fuchsbergers Buch „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ trifft den Nagel auf den Kopf. Das Alter ist nämlich nichts zum Ausruhen. Jeder Tag ist gewissermaßen auch ein Neubeginn, der seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringt. Da gilt es oft den inneren Schweinehund zu überwinden und aus dem Tag das Beste zu machen. Es ist schließlich ein einmaliger Tag aus dem eigenen Leben. Der kommt auch nie wieder. Das ist ein Grund mehr dafür, ihn so richtig genießen zu wollen.

Ohne häusliche Krankenpflege ist alles ein wenig mühsamer

Doch mit diesem stillen Heldentum allein ist es oft auch nicht getan. Das Alter bringt irgendwann vielfach eben doch seine Besonderheiten mit sich. Das Hinsetzen und Aufstehen fällt zunehmend schwerer, der zweite Ärmel von Jacke oder Mantel wirkt zeitweilig wie verschwunden und das Einsteigen ins Auto ging früher auch eleganter – und das hat nichts mit den komischen Formen neuer Fahrzeuge zu tun. Die Türschwelle wird zum echten Hindernis auf dem Weg vom Flur in die Stube. Der Rollator passt nicht durch die Tür und auf dem Klo wären mittlerweile Haltegriffe eine echte Hilfe beim Aufstehen. Muss man dann ins Heim?

Klare Antwort: häusliche Krankenpflege kann das verhindern

Das Zimmer im Heim wird von vielen Betroffenen nicht nur aus finanziellen Gründen abgelehnt. Die häusliche Krankenpflege ist stattdessen das erklärte Ziel. Die weitaus meisten Alten (das ist hier als ein Ausdruck des Respekts zu verstehen) lehnen das Heim schlicht und ergreifend für sich selbst ab. Doch manchmal ist die häusliche Krankenpflege erst nach einer Wohnraumanpassung effizient möglich.

Handwerker machen häusliche Krankenpflege möglich

Eine Wohnraumanpassungsmaßnahme hat das Ziel die Wohnung exakt so zu ändern, dass sie den Befindlichkeiten und Einschränkungen des Betroffenen gerecht wird. Ja – anschließend sehen viele Dinge etwas anders aus. Doch dafür ist es immer noch die eigene Wohnung, in der man bleiben kann. Und die häusliche Krankenpflege kann nun in vollem Umfang durchgeführt werden. Die Möbel und das eigene Bett sind ebenfalls noch da. Das ist das Schöne. Eigentlich bleibt dann doch alles beim Alten – nur: Plötzlich ist alles wieder erreichbar und einfacher „bedienbar“. Und bei allen schwierigen Momenten kann die häusliche Krankenpflege direkt und ohne Rufknopf und Wartezeit in Anspruch genommen werden.

Doch es geht dabei auch um die Wiedergewinnung der verloren geglaubten Bewegungsfreiheit. Tatsächlich kann jetzt die häusliche Krankenpflege all jene Dienste leisten, die vereinbart und/oder angeordnet sind. Jetzt gibt es keinen Grund mehr dafür, an das Zimmer im Heim zu denken.

4 Antworten

  1. Joachim Junge
    Für viele Menschen kommt aus verständlichen Gründen eine Unterkunft in einem Heim nicht, oder fürs erste nicht in Frage. Da ist es dann schon besser, wenn man Möglichkeiten zur Umgestaltung seine eigenen vier Wände hat. Doch leider leben wir in einer Klassengesellschaft und leider gild dieses auch für Menschen älterer Generationen. Daran wird sich wohl so schnell nichts ändern lassen. Doch aus diesem Grund ist es für die viele kaum möglich, das Eigenheim altersgerecht umzugestalten, um so den vorzeitigen aufenthalt in einem Altersheim möglichst lange vor sich her zu schieben oder im Idealfall ganz zu vermeiden.
  2. Sieberz
    Natürlich ist es besser, wenn alte Menschen da wohnen bleiben können, wo sie vorher gelebt haben, denn es heißt ja auch: einen alten Baum verpflanzt man nicht! Die Wurzeln sitzen tief. Schade, dass das leider nicht immer möglich ist, <a href="http://www.rollator-gesundheit.de/" rel="nofollow"></a>z.B. wenn sich keiner findet, der die ältere Person pflegen und ihr helfen kann und somit das Heim pflicht wird.
  3. Hans
    Hallo meine lieben. Mein Vater wird sich in wenigen Wochen auch einen Rollator kaufen und euer Bericht hat mir wirklich geholfen um die ersten Dinge darüber herauszufinden. Ich finde Rollatoren prinzipiell sehr interessant für ältere Menschen weil sie das Leben wirklich verbessern und freier gestalten könne. Danke für eure Hilfe. LG
  4. Frank
    Ja das Alter macht auch mir besonders Angst, ich habe zum Glück keine Krankheiten die es mir jetzt schwer machen aber so Alt bin ich ja auch noch nicht. So fast jeder sieht es ja bei seinen Eltern wie schnell die Zeit vergeht die Harre Grau werden und ein Rollator ein ständiger Begleiter wird. Ich hoffe das auch meiner Kinder mir Später helfen werden. Ein guter Beitrag von euch.

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