Die Pflegegrade kategorisieren Pflegeaufwendungen

Pflegebedürftige werden nicht selten von Angehörigen umsorgt und hingebungsvoll gepflegt. Der Gesetzgeber hat nun beschlossen, den Pflegebedürftigen und deren pflegenden Angehörigen einiges zu erleichtern.

Bei Pflegegraden geht es ums Geld

Das neue Gesetz will insbesondere auch die Kurzzeit- oder Nachtpflege begünstigen. Das ist wiederum nur mit mehr Personal möglich. Personal kostet aber Geld. Das Gesetz sieht hierfür eine Verdopplung der fachlich qualifizierten Pflegekräfte vor. Das macht es dann möglich, sich wirklich um den einzelnen Pflegebedürftigen so zu kümmern, wie der es braucht. Das ist mehr als nur Versorgung, Essen und Körperpflege.

Pflegestufen

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Die Zahl der Demenz- und Alzheimerpatienten nimmt zu

Leider steigt die Anzahl der Pflegebedürftigen mit „eingeschränkter Alltagskompetenz“ – also insbesondere demenziell Erkrankter. Demenz und Alzheimer sind Krankheiten, bei denen die Betroffenen viel – und immer mehr – vergessen, am Ende auch sich selbst nicht mehr kennen. Die Alzheimer-Krankheit bringt zusätzlich eine bisweilen dramatische Wesensveränderung mit sich. Der Gesetzgeber hat nun auch hier die Augen weit aufgemacht und sehr genau hingesehen.

Neue Begriffe und was sie bedeuten

Am auffälligsten am neuen Gesetz ist dabei der Abschied von den „Pflegestufen“. Die sind von den „Pflegegraden“ konsequent ersetzt worden – und es gibt mehr Pflegegrade als es zuvor Pflegestufen gab. Zu den Definitionen der bisherigen Pflegestufen kamen die Demenzerkrankungen dazu. Auf diese Weise hat der Gesetzgeber die Pflegekasse zu einem zeit- und situationsgerechten Werkzeug gemacht. Dabei spricht das Gesetz die Garantie aus, dass niemand weniger bekommt als bisher.

Neue Werkzeuge und Hilfsmittel

Bisher wurden die Pflegearbeiten als Tagebuch geführt und dienten so zur Genehmigung der Pflegestufe. Das wurde nun durch ein neues Werkzeug – das „Begutachtungsassessment (NBA)“ ersetzt. Dabei wird der Pflegebedürftige nun in seiner Gesamtheit betrachtet. Was kann er noch und was kann er eben nicht mehr oder nur manchmal. Dazu kommt eine intensive Betrachtung der geistigen Verfassung. Auf diesem Wert wird nicht nur der benötigte Hilfebedarf hinsichtlich der Grundpflege ermittelt, sondern eben auch das benötigte Maß an hauswirtschaftlicher und psychosozialer Unterstützung.

1 Antwort

  1. hilfreiche Informationen, Danke für den Artikel!

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