24 Stunden Hoffnung
 – Hilfe von außen durch eine 24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz oder Alzheimer zu pflegen, verlangt besonders viel Sensibilität. Für die Pflegekräfte bedeutet das im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung, die Kranken in ihrer jeweiligen Lebenswelt würdevoll und respektvoll zu begleiten. Dazu brauchen Sie spezielles Wissen über den Krankheitsverlauf, genauso, wie das Verständnis für die jeweilige familiäre Lebenssituation. Für die pflegenden Angehörigen bedeutet es, sich rechtzeitig Unterstützung zu holen und sich gut über Demenz und andere Formen wie Alzheimer zu informieren.

24-Stunden-Betreuung

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Mit der richtigen 24-Stunden-Betreuung schöne gemeinsame Stunden erleben

In Deutschland leben gegenwärtig fast 1,6 Millionen Demenzkranke. Etwa zwei Drittel von ihnen werden zu Hause von ihren Familienangehörigen betreut. Bei einer Kranken- und Seniorenbetreuung durch Angehörige kann es allerdings schnell zu einer Überlastung kommen.

Denn neben den alltäglichen Belastungen der Haushaltsführung und Körperpflege, macht auch die seelische Belastung den Angehörigen zu schaffen. Grund dafür kann auch die Wesensveränderung des zu betreuenden Demenzkranken sein.

Nicht selten müssen die Familien dabei zu sehen wie lebenslustige und fröhliche Menschen plötzlich Phasen durchleben, in denen sie mutlos, traurig oder gar aggressiv werden. Das liegt oft daran, dass sie Handlungen und Situationen nicht mehr verstehen, sich in ihrer Umgebung nicht mehr zurecht finden und sich immer weniger verständigen können.

Konflikte können zwar durch das eigene Verhalten und das Wissen über die Krankheit verhindert werden, trotzdem kann es sinnvoll sein, Hilfe von außen, etwa durch eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause, in Anspruch zu nehmen. Durch richtige Betreuung, Unterstützung und Beratung entwickeln viele pflegende Angehörige mit der Zeit ein gutes Gespür dafür, mit ihren kranken Angehörigen demenzgerecht umzugehen - so können auch mit der Krankheit schöne Stunden miteinander erlebt werden.

Mit der 24-Stunden-Betreuung länger zu Hause bleiben

Mit fortschreitender Demenzerkrankung wird es den Betroffenen nahezu unmöglich ihr gewohntes Leben alleine zu organisieren und zu bewerkstelligen. Irgendwann fallen selbst die einfachsten Tätigkeiten und täglichen Routinen schwer. Beim Ankleiden passieren Fehler, die Hygiene dauert länger oder wird verweigert und selbst kurze Weg erscheinen wie ein Labyrinth. Dennoch sollten Angehörige einem demenzkranken Menschen nicht alles abnehmen. Hilfe zur Selbsthilfe lautet die Devise. Sie trägt dazu bei, dass Menschen mit Demenz länger selbstständig bleiben.

Früher oder später kann eine 24-Stunden-Betreuung trotzdem notwendig werden - auch um noch länger im gewohnten häuslichen Umfeld bleiben zu können. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig Unterstützung zu holen und sich gut über Demenz und andere Formen wie Alzheimer zu informieren.

Gesetzliche Verbesserungen für Menschen mit Demenz

Seit dem 1. Januar gilt die Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade, was insbesondere für demenziell erkrankte Menschen, für die früher oder später eine 24-Stunden-Betreuung notwendig wird, eine Verbesserung bedeutet.

Des Weiteren wird mit der Pflegestufen-Reform 2017 eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit eingeführt, die geistige Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer stärker in den Vordergrund rückt. Im Mittelpunkt stehen nun nicht mehr nur körperliche Aspekte, sondern eben auch die geistige Verfassung, kognitive Merkmale und die Frage, wie selbstständig ein Mensch noch seinen Alltag meistern kann.

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