Häusliche Pflege bei einer Pflegebedürftigkeit zu akzeptieren fällt oft schwer

Es muss ja nicht in jedem Fall dazu kommen. Wenn es für den Einzelnen zur Pflegebedürftigkeit kommt, dann ist das tatsächlich oft nur schwer zu akzeptieren. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob es ganz allmählich dazu kommt oder diese Situation plötzlich eintritt. Häusliche Pflege macht diese Situation deutlich leichter.

Häusliche Pflege gibt auch den Angehörigen Sicherheit

Häusliche Pflege

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Dabei sind es nicht nur die Pflegebedürftigen selber, die nun wenigstens temporär häuslicher Pflege bedürfen. Die Angehörigen müssen sich nun auch an diese neue Situation anpassen oder sich wenigstens mit ihr arrangieren, denn für die Angehörigen gibt es in der gemeinsamen Lebensführung nahezu genau so viele Veränderungen, wie für die Pflegebedürftigen selbst. Die häusliche Pflege hilft in vielen der neuen Situationen.

Langsam in die Situation der häuslichen Pflege hineinwachsen

Wenn es langsam, schleichend und Schritt für Schritt zu dieser Situation kommt, dann haben alle Beteiligten eher die Chance, in die Situation und neuen Aufgaben hineinzuwachsen. Bei einem Schlaganfall tritt die Situation der Pflegebedürftigkeit ganz plötzlich, spontan und ohne Vorankündigung ein. Der Mensch, der eben noch voller Elan und Lebensfreude sein Leben genießt und es umfassend selbst bestimmen kann, ist wie vom Blitz getroffen plötzlich auf Hilfe und Pflege angewiesen. Hier greift die häusliche Pflege. Das ist auch ein Grund dafür, dass auch der Partner des Betroffenen diese neue Situation akzeptiert. Das ist die einzige Möglichkeit mit den Veränderungen der Lebensumstände, die nun eingetreten sind, fertig zu werden und professionelle Ratschläge durch die häusliche Pflege zu erhalten.

Häusliche Pflege ermöglicht es, viele alte Gewohnheiten beizubehalten

In jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist die Kommunikation, das „sich austauschen“, von großer Bedeutung. Das ist durch die eingetretene Pflegebedürftigkeit nicht anders geworden. Was vielleicht gerne mal verdrängt wird – auch Pflegende haben ihre Gefühle und Sorgen, mit denen sie nicht alleine bleiben können, wollen und dürfen. Die pflegende Person kümmert sich indes um die klassischen Aufgaben des Alltags. Bei alldem ist die „gegenseitige Anteilnahme“ von ganz erheblicher Bedeutung. Die häusliche Pflege versorgt den Pflegebedürftigen und erleichtert der pflegenden Person die Last. So ist es für alle leichter, die Situation zu akzeptieren.

Helfen will gelernt sein

Hilfe ist nur dort und dann richtig, wo der Pflegebedürftige wirklich Unterstützung braucht. Und auch nur dann in dem Maße, wie er die Aufgabe nicht selber durchführen kann. Seine eigenen Fähigkeiten dürfen nicht überrannt werden. Im Gegenteil. In einem Akt voller Respekt gilt es die Würde des Pflegebedürftigen auch dadurch zu wahren, dass man seine verbliebenen Möglichkeiten erkennt und sowohl fördert als auch fordert und ergänzt. Genau das vollbringt die häusliche Pflege!

Häusliche Pflege vermittelt Sicherheit und Professionalität

So, wie die Kräfte und Ressourcen des Betroffenen ggf. zurückkehren, in genau dem Maße muss die Hilfe zurückgenommen werden. Hilfe kann und darf niemals die Möglichkeiten, ja die persönliche Autonomie des Betroffenen einengen oder unterdrücken. Da sind Sensibilität und Offenheit gefragt. Dabei ist der nur allzu verständliche Wunsch, es dem Betroffenen so leicht wie möglich zu machen, ein ganz schlechter Ratgeber. Hilfe darf nicht aufgezwungen werden. Hilfe darf nur in angemessenem Maße unterstützen oder ersetzen. So ist es für den Betroffenen auch leichter, die Situation zu akzeptieren. Die häusliche Pflege sorgt dafür, dass die Würde des Pflegebedürftigen gewahrt oder sogar gestärkt wird. Häusliche Pflege sorgt für die Förderung der Gesundheit, das Wohlbefinden, die Steigerung der Mobilität und gibt ein Gefühl der Sicherheit.

3 Antworten

  1. Mariola Endres
    Ihre Beschreibung schildert anschaulich den Wert professioneller häuslicher Pflege. Es ist die richtige Menge der pflegerischen Unterstützung, die entstandene Hilflosigkeit für den Pflegebedürftigen erträglich macht. Gewohnheiten werden beibehalten und mögliche Eigenständigkeit nicht durch übertriebene Unterstützung eingeschränkt. Professionelle häusliche Pflege erhält die vorhandene Autonomie des Patienten. So wird der Pflegende nicht überfordert und der Pflegebedürftige nicht unterfordert.
  2. Eschenburg
    Ich denke, dass es immer schwierig ist, zu akzeptieren, dass man Hilfe bei alltäglichen Dingen braucht. Die häusliche Pflege bietet in meinen Augen jedoch eine wertvolle Hilfe, die neben dem Betroffenen auch dessen Normalität im Alltag pflegt. Die pflegebedürftige Person kann in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben. In ihrem eigenen Bett schlafen. Sich in den Garten setzen, wann und wie lange sie möchte. Sie kann essen, was und wann sie es möchte. In einem Pflegeheim gibt es von heute auf morgen Alltag nach Vorschrift....
  3. Pflegedienst Frankfurt
    Ein sehr interessantes Artikel! Professionelle Häusliche Pflege ist eine gute Alternative zum Altersheim!

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