Häusliche Altenpflege vs. medizinischer Krankenpflege

Wenn pflegebedürftige Menschen irgendwann eine 24 Stunden Betreuung mit medizinischer Versorgung benötigen, stellt es für die Angehörigen eine besondere Herausforderung dar, die passenden Pflegekräfte zu finden. Je nach dem, welchen Grad der Pflege der Patient benötigt, ob häusliche Altenpflege oder Krankenpflege mit medizinischer Versorgung,  kommt es sowohl auf die fachliche Kompetenz der jeweiligen Pflegekraft an, als auch darauf, ob die Chemie zwischen dem Pflegebedürftigen und der Pflegekraft stimmt.

Medizinische Altenpflege

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Wie wird die passende Pflegekraft gefunden?

Weil die Angehörigen oftmals mit der kompletten Situation überfordert sind, fällt es ihnen schwer, auch noch die passende Pflegekraft zu finden – noch dazu, weil sie sich auf die Suche nach zwei oder drei Kräften begeben müssen. Der Grund: Üblicherweise wohnen die Pflegekräfte zunächst für einige Wochen oder Monate beim Pflegebedürftigen und werden anschließend von einem Kollegen oder einer Kollegin abgelöst, um sich von den Anforderungen der häuslichen Altenpflege angemessen erholen zu können.

Deshalb sind die Angehörigen gut beraten, wenn sie eine Vermittlungsagentur mit der Suche beauftragen. Diese stellen den Angehörigen nämlich alle Unterlagen zur Verfügung, die sie für die Suche nach der optimalen Pflegekraft benötigen. Dazu gehört auch ein Fragebogen zur Bedarfsanalyse, in den unter anderem die gesundheitlichen Probleme der Pflegebedürftigen eingetragen werden. Denn falls eine medizinische Versorgung notwendig sein sollte, ist meistens die Kooperation mit z.B. einem ambulanten Pflegedienst erforderlich, der die Verabreichung von Medizin oder Leistungen einer medizinischen Behandlungspflege übernimmt. Diesen medizinischen Bedarf zu ermitteln ist essentiell, denn es macht einen großen Unterschied, ob der Pflegebedürftige körperliche Einschränkungen hat und an chronischen Erkrankungen wie Krebs, Multiple-Sklerose oder Demenz leidet. Nach einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt brauchen die Betroffenen eine individuell auf ihren Fall zugeschnittene medizinische Versorgung.

Häusliche Altenpflege: Welche Aufgaben übernimmt die Pflegekraft und welche nicht?

Die Pflegekraft bietet dem Pflegebedürftigen eine häusliche Altenpflege, dass umfasst: Hilfe im Alltag, Hilfe bei der Hygiene, bei Einkäufen, bei der Versorgung des Haushalts und auch die persönliche Unterhaltung. Benötigt der Pflegebedürftige hingegen auch eine regelmäßige medizinische Versorgung, muss hierfür eine entsprechend fachlich ausgebildete Fachkraft hinzugezogen werden.

Die medizinische Versorgung wird von den Krankenkassen als medizinische Fachpflege eingestuft, die nicht jede Pflegekraft als Ergänzung zur Grundpflege sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung anbietet. Pflegekräfte, die eine medizinische Versorgung der Pflegebedürftigen übernehmen, müssen sich bezüglich ihrer Aufgaben eng mit dem behandelnden Arzt abstimmen, um alle notwendigen Maßnahmen fachgerecht ergreifen zu können.

Medizinische Versorgung benötigt Fachwissen und Erfahrung

Bei denjenigen Pflegebedürftigen, die beispielsweise Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem haben, muss sowohl Blutdruck als auch Blutzucker in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden und die verordneten Medikamente verabreicht werden. In anderen Fällen müssen die Fachkräfte Injektionen legen, Infusionen verabreichen, Wunden versorgen oder Hilfestellungen beim An- und Ausziehen der Kompressionsstrümpfe leisten. Auch medizinische Einreibungen oder der Wechsel und die Pflege von Dauerkathetern können zum Aufgabenbereich der medizinischen Pflegekräfte gehören.

Weil das Aufgabenfeld der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger so umfangreich und breit gefächert ist, ist es dringend notwendig, dass die Angehörigen alle Fragen rund um die Gesundheit ihrer Angehörigen bestmöglich beantworten.

 

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